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Praxisprojekt · Teamkoordination im Verein

Sportik: Bewerbung, Einarbeitung und Einsatzplanung in einer App

Wer wechselnde Teams an verschiedenen Einsatzorten koordiniert, braucht früh Antworten: Wer ist verfügbar? Wer hat die Einarbeitung abgeschlossen? Und wo fehlt demnächst Personal? Sportik e.V. führt Motorik-Tests an Berliner Grundschulen durch. Gemeinsam mit dem Verein entstand eine Anwendung, die diese Fragen in einem durchgängigen Arbeitsablauf zusammenführt.
Organisation
Sportik e.V., Berlin – gemeinnütziger Verein, führt den Deutschen Motorik-Test an rund 220 Grundschulen pro Schuljahr durch
Aufgabe
Bewerbungen, Einarbeitung und Einsatzplanung wechselnder Teams an vielen Einsatzorten in einem Ablauf verbinden
Umsetzung
Ulrich Reuther, Reuther Media – Web-App und Lern-Campus, gemeinsam mit der Vereinsleitung
Einsatz
Lern-Campus seit August 2026, Web-App seit Ende August 2026 live; Saison 2026/27 wird darüber geplant
Stand
28. September 2026

Die Ausgangslage

Verfügbarkeiten, Absagen und Krankmeldungen wurden kurzfristig über WhatsApp abgestimmt. Personalunterlagen lagen in Ordnern, der Bearbeitungsstand in Excel-Listen. Bewerbungen kamen über mehrere Wege an und wurden nicht durchgängig in die Personalverwaltung übernommen. Stunden- und Fahrtnachweise sowie Listen für die Abrechnung entstanden von Hand.

Hinzu kommt ein struktureller Wechsel im Team: Praktika dauern nur wenige Monate. Neue Personen müssen deshalb regelmäßig eingearbeitet werden und die erforderlichen Unterlagen vorlegen. Eine frühzeitige gemeinsame Übersicht über die Besetzung kommender Testtage fehlte.

Vom einzelnen Vorgang zum gemeinsamen Ablauf

Ulrich Reuther entwickelte bei Reuther Media eine eigene Web-App für Leitung, Teamleitungen und Mitarbeitende. Zusammen mit dem Auftraggeber wurden Entscheidungen zu Abläufen und Zuständigkeiten festgehalten. Die Anwendung wurde anschließend anhand praktischer Rückmeldungen weiterentwickelt. In einer Simulation wurde der Ablauf aus mehreren Rollen durchgespielt – von der Planung bis zur Arbeit der beteiligten Personen.

Zur Einordnung: Ulrich Reuther ist im Verein zugleich für die Personalplanung zuständig. Die App entstand also aus dem eigenen Arbeitsalltag heraus und wird von ihm selbst im Betrieb genutzt – das ist ein Praxisbericht, keine unabhängige Kundenbewertung.

Bewerbungen laufen nun in einem gemeinsamen Eingang zusammen. Die Einarbeitung hat zwei Stränge: den Onlinekurs im Lern-Campus und die erforderlichen Unterlagen. Den Lern-Campus hat Reuther Media ebenfalls aufgebaut: eine Moodle-Plattform mit dem Onlinekurs zum Deutschen Motorik-Test – je Teststation ein kurzes Erklärvideo und ein Quiz, Bestehensgrenze 80 Prozent, am Ende ein Zertifikat. Er ersetzt ein seit Jahren nicht mehr genutztes Lernsystem. Die App legt das Campus-Konto an, liest den Lernabschluss aus und unterstützt Prüfung und Erinnerung bei Dokumenten. Einsatzbereitschaft wird erst angezeigt, wenn beide Stränge abgeschlossen sind.

Das Leitungs-Cockpit zeigt Besetzung der kommenden Testtage, offene Verhinderungen und fehlende Terminbestätigungen.
Leitungs-Cockpit der Sportik-App mit Besetzungsübersicht
Einsatzbereitschaft wird aus Lernabschluss und geprüften Unterlagen zusammengeführt.
Einarbeitungsansicht der Sportik-App: Campus und Einsatzbereitschaft
Mobile Mitarbeiter-Ansicht der Sportik-App mit Einsatzbestätigung

Die Mitarbeiter-Ansicht am Handy

Jede Person sieht ihren nächsten Einsatz mit Schule, Beginn, Treffpunkt, Team und Fahrzeit – und bestätigt mit einem Klick oder meldet eine Verhinderung. Die Leitung sieht die Antworten sofort im Cockpit.
Kursübersicht im Sportik Campus: Onlinekurs für den Deutschen Motorik-Test mit Abschnitten je Teststation
Der Sportik Campus (Moodle): Kursübersicht mit Abschnitten für Organisation, Ansprache der Kinder, Aufbau und jede Teststation.

Der Lern-Campus: Einarbeitung als Onlinekurs

Neue Teammitglieder arbeiten den Kurs am Rechner oder am Handy durch: Organisation, Ansprache der Kinder, Aufbau der Stationen, danach jede der acht Teststationen mit Video und Quiz. Die Unterlagen für den Einsatz liegen zum Herunterladen bereit. Der Abschluss erscheint automatisch in der Team-App, ohne dass jemand Listen abgleichen muss.

Ansichten mit redaktionell bereinigten Beispieldaten – keine echten Personen, Schulen oder Termine.

Planung mit nachvollziehbaren Regeln

Schultermine werden aus den übermittelten Listen übernommen. Für die Teamverteilung berücksichtigt die Planung unter anderem Fahrzeiten mit öffentlichen Verkehrsmitteln, Wochenstunden und die erforderliche Teamleitung. Ein Vorschlag verändert den veröffentlichten Plan erst nach Freigabe.

Mitarbeitende können Einsätze bestätigen oder eine Verhinderung melden. Nach dem Testtag erfasst die Teamleitung Anwesenheit, Klassen und gefahrene Kilometer. Diese Angaben bilden die Grundlage für Nachweise und Abrechnungsentwürfe. Die Leitung sieht außerdem, wo kommende Einsätze noch nicht ausreichend besetzt sind.

Die Regeln der Einsatzplanung sind ausdrücklich nachvollziehbar programmiert. KI unterstützt unter anderem die Verschriftlichung von Sprachnotizen auf einem eigenen Server. Auch bei der Entwicklung der Anwendung kamen KI-Werkzeuge zum Einsatz. Nicht jede Automatisierung benötigt dafür ein Sprachmodell.

Was bereits im Betrieb angekommen ist

Die App ist seit Ende August 2026 live; seit dem Saisonstart im September werden Einsätze darüber geplant und bestätigt. Bewerbungseingang, Einarbeitungsstand und Einsatzplanung sind in einer Anwendung verbunden. Wie viele Arbeitsstunden dadurch eingespart werden und wie sich die Ausfallquote verändert, ist noch nicht gemessen. Stand: 27. September 2026.

Einordnung: Die Fallstudie zeigt ein Umsetzungsprojekt; sie ist kein Nachweis eines geförderten INQA-Coachings. Softwareentwicklung ist eine Leistung von Reuther Media außerhalb der INQA-Förderung und wird gesondert vereinbart.

Übertragbar auf Ihren Betrieb?

Wenn Sie ebenfalls wechselnde Teams, Einarbeitung und Einsatzorte koordinieren, besprechen wir im Erstgespräch Ihren größten Engpass.
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